Ausflüge
September 2010

Wo die Spreu vom Weizen getrennt wird - Die Klasse 4 in der Kilianstädter Mühle

Der Bauer bringt auf dem Anhänger seines Traktors die Getreidekörner zur Kilianstädter Mühle. Zuerst wird eine Getreideprobe im Labor untersucht. Sind die Körner feucht, müssen sie getrocknet werden. Anschließend kippt der Bauer seinen Anhänger über einem Schacht aus. Die Körner fallen dann durch ein Eisenrost in den Schacht. Dort transportiert eine Förderkette das Getreide in ein Silo. Auf dem Weg zum Silo wird in einem großen Behälter mit viel Luft das restliche Stroh, die Spreu und auch Staub herausgepustet. Dann wandert das Getreide in die Silos. Dort wird es so lange gelagert, bis es gemahlen wird. Durch große Rohre wird das Getreide aus den Silos in die Mühle zum Mahlen geschickt.

Im 1. Stockwerk stehen Maschinen, in denen sich mehrere Walzen eng aneinander drehen. Zwischen den Walzen wird zuerst die Schale von den Körnern gerieben. Dann wird das übrige zu Mehl zerkleinert. Auch die Schale wird weiter zerkleinert und heißt nun Kleie. Die Kleie wird als Viehfutter weiterverkauft. Das Mehl wird zu den Siebmaschinen im 4. Stock weitertransportiert. Diese Maschinen heißen Plansichter und sehen wie große Schränke aus. Sie werden ständig hin und her gerüttelt. In diesen Rüttelschränken sind mehrere Siebe mit verschiedenen Lochgrößen. Das gemahlene Mehl fällt dort auf ein Sieb und wird gerüttelt. Dabei bleibt die grobe, restliche Kleie auf dem Sieb liegen, während das übrige Mehl auf das nächste Sieb fällt. Da bleibt der Grieß liegen. Das Mehl wird so lange gesiebt, bis am Ende nur noch ganz feines Mehl übrig bleibt.

Nach einer letzten Laboruntersuchung wird das Mehl in Säcke abgepackt und über eine Rutsche zu den LKWs gebracht. Die Lastwagen fahren das Mehl dann zu den Großbäckereien oder anderen Kunden.



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