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Das entscheidende Kriterium für ein erfolgreiches Studium ist nicht die Geschwindigkeit, sondern die Qualität der Schulausbildung. Wenn Politiker davon sprechen, dass die jungen Menschen in Deutschland zu spät auf den Arbeitsmarkt kommen, wird in der Regel verschwiegen, dass das vor allem an einer viel zu langen Studienzeit liegt. Die Universitäten klagen darüber, dass die Schulausbildung in Deutschland nicht geeignet auf das Studium vorbereitet. Vor allem die wichtigen Medien- und Methodenkompetenzen werden nur unzureichend vermittelt. Dabei geht es nicht nur um das Erlernen geeigneter Lern- und Präsentationstechniken, sondern auch darum, dass Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Lernprozess eigenverantwortlich begleiten und steuern lernen. Wir wissen heute, dass sich ein nachhaltiger Lernerfolg nur dann einstellen kann, wenn Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit gegeben wird, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zur Beurteilung von Sachverhalten, zur Bearbeitung komplexer Aufgabenstellungen oder zur Modellierung von Alltagsproblemen anwenden zu können. Genau das sind aber die entscheidenden Mängel, die auch in der PISA-Studie festgestellt wurden.
Wir haben an der Freien Christlichen Schule Frankfurt vor einigen Jahren einen Weg eingeschlagen, der unsere Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen einer modernen Wissensgesellschaft optimal vorbereiten soll. Deshalb stehen Methodentraining, Präsentationstechniken, Naturwissenschaftliches Experimentieren und Computerausbildung als ordentliche Fächer auf dem Stundenplan. Die erlernten Techniken finden im gesamten Fachunterricht Anwendung. Wir begleiten unsere Schülerinnen und Schüler bei der Teilnahme an renommierten Wettbewerben wie Jugend forscht, den Bundeswettbewerben verschiedener Fächer oder dem europäischen Wettbewerb. Durch schulinterne Schülerwettbewerbe bieten wir ihnen regelmäßig besondere Herausforderungen an. Besonders in Arbeitsgemeinschaften können sie ihre Fähigkeiten anwenden, ihre Talente zeigen und ihre Kompetenzen erweitern. Unsere Chöre, die Theater-AG, der English-Club, der Science-Club, die Schach-AG und der Lauftreff seien als feste Einrichtungen genannt. Sie werden durch weitere Arbeitsgemeinschaften ergänzt.
Wir sind nun überzeugt davon, dass die Gestaltung eines erfolgreichen Gymnasiums bei den derzeitigen Rahmenbedingungen mit einer Schulzeit von 8 Jahren nur schwer möglich ist. Wir sehen, dass in vielen Schulen der „Unterrichtsstoff“ nur noch gepaukt, aber nicht mehr gelernt wird. Lernen braucht Zeit, Kreativität braucht Ruhe und Nachhaltigkeit braucht Raum zur Anwendung. Diesen Rahmen möchten wir unseren Schülerinnen und Schülern auch weiterhin bieten. Deshalb haben wir von unserem Recht als Schule in freier Trägerschaft Gebrauch gemacht und eine gymnasiale Bildung in 9 Jahren konzipiert. Das bedeutet nicht, dass wir langsamer unterrichten oder dass Schülerinnen und Schüler mit fehlender Schulzweigempfehlung bei uns besser aufgehoben wären. Wir unterrichten intensiver, geben begabten Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, ihre Talente zur Entfaltung zu bringen. Wir erwarten mehr, aber wir bieten auch die Voraussetzungen.
Damit unsere Schülerinnen und Schüler optimale Bedingungen vorfinden, hat unser Trägerverein für eine sehr gute Ausstattung gesorgt. Noch wichtiger ist aber, dass wir für unsere Lehrkräfte regelmäßig Maßnahmen zur Weiterqualifizierung anbieten und für Schulentwicklungsaufgaben die notwendige Entlastung gewähren.
So tun wir alles, um unserem Motto gerecht zu werden: Nicht ein Jahr schneller – sondern ein Jahr besser!
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