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Ein Novum in der Geschichte der FCSF:
Am Nachmittag des 2. Februar waren alle
Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13
aufgerufen, vor Mitschülern und Lehrern
der FCSF eine etwa 15minütige Präsentation
zu zeigen. – Unter einer Präsentation
versteht man einen durch Medien wie
Folien, Tischvorlagen, Flipcharts, Dias,
Karten, Softwareprogramme (z. B. Power-
Point) oder die gute alte Wandtafel unterstützten
Vortrag. Präsentationen werden
dem Schüler nicht nur abverlangt, weil sie
mittels aktueller Lehrpläne eingefordert
werden (Stichworte Medien-, Methodenkompetenz);
sie sind inzwischen auch
aus der Studien-, Arbeits- und Berufswelt
nicht mehr wegzudenken. An unserer
Schule werden Schüler der Sekundarstufe
I bereits seit geraumer Zeit im Fach „Präsentationstechniken“
unterrichtet. Außerhalb
dieses Faches gehören Präsentationen
mittlerweile zum festen Bestandteil des
Unterrichts sowohl in der Sekundarstufe I
als auch in der Oberstufe.
Da die SII-Schüler seit dem letzten Schuljahr
außerdem im zweiten „mündlichen“
Fach des Abiturs zwischen einer mündlichen
Prüfung und einer Präsentation wählen
dürfen, lag es nahe, ihnen ein Forum
zu bieten, welches ihnen erlaubt, eigene
Fähigkeiten, Fertigkeiten und Stärken auf
dem „Aktionsfeld“ Präsentation „publikumswirksam“
zu demonstrieren und im
Rahmen einer Prüfungssituation zu erproben
bzw. zu üben.
Im Vorfeld hatten die Schüler (anders als
im Abitur) die Möglichkeit, mehrere Themen
und Fächer vorzuschlagen. Jeweils
eines der vorgeschlagenen Themen wurde
von einer Fachkommission ausgewählt und
vom zuständigen Fachlehrer präzisiert. So
war es möglich, eine große Bandbreite an
Themen und Fächern zu gewährleisten:
Im Fach Deutsch etwa ging es um „Die
Sinnkrise der Moderne in der Literatur des
Expressionismus (unter Berücksichtigung
der darstellenden Kunst)“, im Fach Französisch
um „La philosophie de l´amitié
dans la vie et dans l`oevre d`Antoine de St.
Exupery“, im Fach Kunst um „Plakatkunst
des Jugendstil“, im Fach Geschichte um
„Das Unternehmen Barbarossa und die
Wende des zweiten Weltkrieges“, im
Fach Politik und Wirtschaft um „China
– Wirtschaftsgigant und/oder Entwicklungsland!?“,
im Fach Religion um „Die
Gerechtigkeit Gottes und das Leiden in der
Welt – eine theologische Diskussion“, im
Fach Biologie um die „Schnelle Gen-Diagnose:
Funktionsweise und ausgewählte
Anwendungen von DNA-Chips“, im Fach
Chemie um „Seifen und ihre Waschwirkung
...“, im Fach Physik um „Kippschaltungen:
Die Funktionsweise von bistabiler,
monostabiler und astabiler Kippstufe und
ihre Aufgaben im Mikroprozessor“ und im
Fach Sport um „Koordination und Training
koordinativer Fähigkeiten zur Optimierung
des Sprungwurfs im Handball“.
Ähnlich wie im Abitur hatte jeder Schüler
dem zuständigen Fachlehrer etwa eine
Woche vor Durchführung der Präsentation
eine Dokumentation vorzulegen, aus der
hervorgehen sollte, welche Quellen der
Schüler benutzt, welche Medien er eingeplant
hatte und wie er inhaltlich vorzugehen
gedachte. Um die Fülle der Präsentationen
zu bewältigen, wurde zeitgleich
in sechs Klassenräumen geprüft. Jede
Präsentation wurde vom jeweils zuständigen
Fachlehrer bzw. Prüfer protokolliert
und (in Absprache mit anderen Kollegen)
bewertet – ausschlaggebend waren hier
sowohl die Fachkompetenz (Problembeschreibung,
Reflexionsfähigkeit ...) als
auch die Medienkompetenz (Medienwahl,
Ablauf der Präsentation ...) und die Kommunikationskompetenz
(rhetorische Qualitäten,
Körpersprache ...). Das Bewertungsergebnis
schließlich wurde den Schülern
erläutert und in angemessenem Umfang in
die Halbjahresendnote einbezogen.
Die Schüler waren fast ausnahmslos
gut oder sehr gut vorbereitet, trugen ihr
Thema mit großem Engagement und beachtlicher
Sachkenntnis vor und boten
Präsentationen (größtenteils mit Hilfe
des Programms PowerPoint) auf einem
erstaunlich hohen Niveau, was sich
schließlich in überwiegend zweistelligen
Notenpunkten niederschlug – und zur
Folge hatte, dass gut drei viertel aller Abiturienten
im diesjährigen Abitur anstelle
der obligatorischen mündlichen Prüfung
im fünften Abiturprüfungsfach die Präsentation
wählten.
Während die Schüler der Jahrgangsstufe
11 diesmal nur zuschauen und zuhören
durften, werden im Rahmen des nächsten
Präsentationstages (zu einem vermutlich
früheren Termin) sämtliche Schüler der
Oberstufe eine Präsentation zu absolvieren
haben, wobei das Aufgabenfeld von Jahr
zu Jahr wechselt (AF I: Srachen/Musik/
Kunst, AF II: Gesellschaftswissenschaftliche
Fächer, AF III Mathematik/Naturwissenschaften).
Geplant ist zudem, dass
auch Schüler der Jahrgangsstufe 10 die
Möglichkeit erhalten sollen, als Zuhörer
einer Präsentation beizuwohnen, um auf
diese Weise von den Darbietungen der
älteren Mitschüler profitieren zu können.
An unserer Schule ist es eine schöne
Tradition, dass man anlässlich derartiger
„Großereignisse“ nicht nur intellektuelle
Glanzleistungen bestaunen darf/kann und
der Geist gefordert bzw. strapaziert wird,
sondern Eltern der betroffenen Klassen
für das leibliche Wohl sorgen und ein
üppiges Büfett bereitstellen. Allen beteiligten
Eltern (und Mitschülern) sei an
dieser Stelle noch einmal ganz herzlich
für die ausgezeichnete und fürsorgliche
Bewirtung gedankt! Darüber hinaus auch
allen Schülern, die Präsentationen vorgetragen
haben, ein großes Kompliment für
das Engagement und die ansprechenden
Leistungen!
Fazit: Der Präsentationstag des Schuljahres
2005/2006 ist von (fast) allen Schülern
und allen Lehrern als wertvoll und bereichernd
erlebt worden. Er offenbarte ein
beachtliches Kenntnis- und Fertigkeitsniveau
unserer Oberstufenschüler, macht
Mut und weckt Vorfreude auf den Präsentationstag
des kommenden Schuljahres.
DIETMAR BONAKER, STUDIENLEITER
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