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In den vergangenen Jahren konnten wir beobachten,
dass die Schülerinnen und Schüler sich
schwer tun, in die gymnasiale Oberstufe hineinzufinden.
Wir hatten im Kollegium sehr stark den
Eindruck gewonnen, dass wir den Schülerinnen
und Schülern wichtige Hilfen zum Lernen und
Arbeiten in der gymnasialen Oberstufe zu Beginn
dieses neuen Ausbildungsabschnitts mitgeben
müssten.
So startete der Unterricht unserer neuen 11. Klasse
in diesem Schuljahr nicht nach Stundenplan.
In der ersten Schulwoche standen interessante
Vorträge durch unsere Lehrkräfte unter dem
Motto „Lernen und Arbeiten an der gymnasialen
Oberstufe der FCSF“ auf der Tagesordnung. Nach
einer Einführung in den Oberstufenalltag durch
Herrn Wittmann ging es in einem Referat von
Frau Hamann um Zeitmanagement. Wie teilt man
sich die Zeit richtig ein? Was ist der Unterschied
zwischen dringend und wichtig? Ein wichtiges
Ergebnis war, dass es kein Zeitmanagement ohne
Verschriftlichung gibt – ein eindeutiges Plädoyer
für die ToDo-Liste.
In einem weiteren wichtigen Referat ging es um
Motivation. Herr Zuccarelli erläuterte, dass das
Lernen ohne Motivation sehr erschwert wird. Welche
Möglichkeiten hat ein Schüler, um sich selbst
zu motivieren? Dieser Frage wurde nachgegangen
und es gab wertvolle Hilfestellungen.
Um Lerntechniken und Lernstrategien ging es im
nächsten Vortrag. Anhand der wichtigsten Gehirnfunktionen
gab Herr Hetterich Tipps für gute
und nachhaltige Lernstrategien. Was muss man
beachten, wenn man Lernerfolg erzielen möchte?
Was macht unser Gehirn mit und wo zeigt es uns
die kalte Schulter? Wie gelangen Informationen in
unser Gehirn und wie gelangen sie in den Langzeitspeicher?
Welcher Lerntyp bin ich?
Gut aufgenommen wurde der Vortrag „Vorbereitung
einer Präsentation“ von Herrn Wittmann.
Es wurde deutlich gemacht, dass man bei einer
Präsentation erwarten kann, dass der vortragende
Schüler Experte auf dem
der Präsentation zu Grunde
liegenden Fachgebiet ist.
Dies ist viel wichtiger als
eine ausgefeilte PowerPoint-
Präsentation. Abgerundet
wurde dieses Thema durch
zwei Vorträge zum Thema
„Zitieren, Textarbeit, Lesestrategien“
durch Frau Pahl
und „Herangehen an naturwissenschaftliche
Fragestellungen“
durch Herrn Dr.
Schäfer.
Das Seminar fand am Donnerstag
der ersten Schulwoche
seinen Abschluss in
dem sogenannten DISG-Test.
Es geht dabei darum, das
Maß der Eigenschaften D =
dominant, I = initiativ, S = stetig und G = gewissenhaft
der eigenen Persönlichkeit zuzuordnen
und Schlüsse daraus zu ziehen.
Eine Redensart aus dem Land der PISA-Sieger
lautet: „Gelernt wird zwischen den Ohren“ – nicht
nur in Finnland wahr. Herr Hetterich drückte es
so aus: „Die Hausaufgaben sind nur ein Teil der
Hausaufgaben.“ Der wichtigste Teil der Hausaufgaben
ist das Nacharbeiten des Unterrichts. Die
Schülerinnen und Schüler müssen kontinuierlich
feststellen, ob sie noch „am Ball“ sind. Zur Unterstützung
dieser Idee wurden das Lerntagebuch
und ein Mentorensystem eingeführt. Jede Lehrkraft
der Klasse betreut drei Schülerinnen bzw.
Schüler und trifft sich einmal pro Woche zu einem
kurzen Gespräch.
Als Fazit kann man sagen, dass
die Schülerinnen und Schüler eine Menge über
sich selbst und ihr Lernen gelernt haben und dass
diese Woche gut angekommen ist. Eine Schülerin
sagte am Ende der Woche: „Ich glaube, die Lehrer
wollen wirklich, dass wir alle ein gutes Abitur
machen!“
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