OBERSTUFE

September 2009

Einführungsseminar für die neue 11. Klasse der FCSF


In den vergangenen Jahren konnten wir beobachten, dass die Schülerinnen und Schüler sich schwer tun, in die gymnasiale Oberstufe hineinzufinden. Wir hatten im Kollegium sehr stark den Eindruck gewonnen, dass wir den Schülerinnen und Schülern wichtige Hilfen zum Lernen und Arbeiten in der gymnasialen Oberstufe zu Beginn dieses neuen Ausbildungsabschnitts mitgeben müssten.

So startete der Unterricht unserer neuen 11. Klasse in diesem Schuljahr nicht nach Stundenplan. In der ersten Schulwoche standen interessante Vorträge durch unsere Lehrkräfte unter dem Motto „Lernen und Arbeiten an der gymnasialen Oberstufe der FCSF“ auf der Tagesordnung. Nach einer Einführung in den Oberstufenalltag durch Herrn Wittmann ging es in einem Referat von Frau Hamann um Zeitmanagement. Wie teilt man sich die Zeit richtig ein? Was ist der Unterschied zwischen dringend und wichtig? Ein wichtiges Ergebnis war, dass es kein Zeitmanagement ohne Verschriftlichung gibt – ein eindeutiges Plädoyer für die ToDo-Liste.

In einem weiteren wichtigen Referat ging es um Motivation. Herr Zuccarelli erläuterte, dass das Lernen ohne Motivation sehr erschwert wird. Welche Möglichkeiten hat ein Schüler, um sich selbst zu motivieren? Dieser Frage wurde nachgegangen und es gab wertvolle Hilfestellungen. Um Lerntechniken und Lernstrategien ging es im nächsten Vortrag. Anhand der wichtigsten Gehirnfunktionen gab Herr Hetterich Tipps für gute und nachhaltige Lernstrategien. Was muss man beachten, wenn man Lernerfolg erzielen möchte? Was macht unser Gehirn mit und wo zeigt es uns die kalte Schulter? Wie gelangen Informationen in unser Gehirn und wie gelangen sie in den Langzeitspeicher? Welcher Lerntyp bin ich? Gut aufgenommen wurde der Vortrag „Vorbereitung einer Präsentation“ von Herrn Wittmann. Es wurde deutlich gemacht, dass man bei einer Präsentation erwarten kann, dass der vortragende Schüler Experte auf dem der Präsentation zu Grunde liegenden Fachgebiet ist. Dies ist viel wichtiger als eine ausgefeilte PowerPoint- Präsentation. Abgerundet wurde dieses Thema durch zwei Vorträge zum Thema „Zitieren, Textarbeit, Lesestrategien“ durch Frau Pahl und „Herangehen an naturwissenschaftliche Fragestellungen“ durch Herrn Dr. Schäfer. Das Seminar fand am Donnerstag der ersten Schulwoche seinen Abschluss in dem sogenannten DISG-Test. Es geht dabei darum, das Maß der Eigenschaften D = dominant, I = initiativ, S = stetig und G = gewissenhaft der eigenen Persönlichkeit zuzuordnen und Schlüsse daraus zu ziehen.

Eine Redensart aus dem Land der PISA-Sieger lautet: „Gelernt wird zwischen den Ohren“ – nicht nur in Finnland wahr. Herr Hetterich drückte es so aus: „Die Hausaufgaben sind nur ein Teil der Hausaufgaben.“ Der wichtigste Teil der Hausaufgaben ist das Nacharbeiten des Unterrichts. Die Schülerinnen und Schüler müssen kontinuierlich feststellen, ob sie noch „am Ball“ sind. Zur Unterstützung dieser Idee wurden das Lerntagebuch und ein Mentorensystem eingeführt. Jede Lehrkraft der Klasse betreut drei Schülerinnen bzw. Schüler und trifft sich einmal pro Woche zu einem kurzen Gespräch.

Als Fazit kann man sagen, dass die Schülerinnen und Schüler eine Menge über sich selbst und ihr Lernen gelernt haben und dass diese Woche gut angekommen ist. Eine Schülerin sagte am Ende der Woche: „Ich glaube, die Lehrer wollen wirklich, dass wir alle ein gutes Abitur machen!“


Freie Christliche Schule Frankfurt am Main

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