GYMNASIUM

Juni 2008

Diakonie-Projekt der 8. Klasse - Wir helfen Menschen!


Im Rahmen des Religionsunterrichts beschäftigte sich die 8G (jetzt 9G) mit der Rede Jesu, die in Matthäus 24 steht. Jesus predigte provokant. Er erklärte: „Wenn ihr euch um einen Hungrigen oder um einen, der keine Kleider hat, kümmert, dann kümmert ihr euch um mich.“
Außerdem lasen wir, dass die erste Gemeinde sehr praktisch ihren Armen half (Apg. 6).

Bei beiden Begebenheiten ist nicht die Theorie gefragt, sondern praktisches Handeln. Diese Dimension sollte auch der Religionsunterricht bekommen. Jede Schülerin, jeder Schüler suchte sich eine Person, der sie bzw. er hilfreich zur Seite stehen könnte. Die Schülerinnen und Schüler besuchten die betreffende Person sechs Wochen lang, einmal pro Woche für 60 bis 90 Minuten.

Welche Erfahrungen die Neuntklässler gemacht haben, ist in den kurzen Berichten zu lesen.

Jonathan Schneider:
Ich besuchte eine 87-jährige Dame im Altersheim und es war eine gute Zeit. Sie freute sich immer riesig, wenn ich kam, war aber immer sehr geschafft, wenn ich ging. Meistens kaufte ich ihr etwas am Kiosk und dann spielten wir Mensch-Ärgere-Dich- Nicht. Sie gewann immer. Sie war sehr glücklich und für mich war es auch eine gute Erfahrung, besonders wenn sie aus dem Krieg erzählte. Zum Schluss noch ein Gruß an die jetzigen 8. Klassen: Es hört sich schlimmer an, als es ist!

Samuel Graf:
Ich habe mich bei meinem Diakonieprojekt um einen Grundschüler aus meinem Stadtteil gekümmert. Er hat nur noch seine Mutter, bzw. sein Vater wohnt weiter weg. Die Mutter ist, glaube ich, sehr dankbar, dass ich ihrem Jungen helfe. Ich spielte mit ihm Schach und übte Klavier. Einmal zeigte er mir sein Physik-Lernprogramm und wir übten Deutsch. Ein anderes Mal schauten wir Duck Tales und so hatten wir eigentlich eine schöne Zeit.

Laura Braun:
Ich hatte viel Spaß bei der Dame, die ich betreut habe. Sie hat mir tolle, spannende Geschichten aus ihrem Leben erzählt. Wir waren oft spazieren und haben viel gelacht. Eine kleines Problem war nur, dass sie leider oft vergessen hat, dass ich sie besuchen wollte und ich deshalb einmal eine Stunde auf sie warten musste. Aber insgesamt war es eine tolle Erfahrung. Jedes Lächeln dieser Dame hat mich sehr glücklich gemacht und mir den Sinn dieses Projektes erklärt.

Leonie Tschech:
Ich habe eine etwas ältere Frau jede Woche einmal eine Stunde besucht. In dieser Zeit habe ich der Frau körperlich schwere Arbeit abgenommen, wie z.B. in den Ecken putzen, tief liegende Schubladen auswischen und unter den Tischen und Sofas zu saugen. Die Frau, die ich regelmäßig besucht habe, war vor einiger Zeit gestürzt und hat seitdem Probleme mit der Wirbelsäule und den Handgelenken. Sie war mir sehr dankbar für meine Hilfe, was sie mir immer wieder gesagt hat. Allerdings wusste die ältere Dame auch genau, was sie wollte. Sie stand immer neben mir und hat mir genaueste Anweisungen gegeben. Wenn wir, nachdem ich die Haushaltsaufgaben erledigt hatte, noch Zeit hatten, hat sie mir aus dem Krieg und von ihrer Ausbildung erzählt. Das war interessant und das werde ich nie vergessen. Das Projekt hat mich wieder daran erinnert, dass wir Anderen helfen sollen und können. Für GOTT!


Freie Christliche Schule Frankfurt am Main

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