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Konstantin der Große - er regierte zwischen
306 und 337 nach Chr. - war der bedeutendste
Kaiser der Spätantike. Er beendete die
Christenverfolgung durch sein Toleranzedikt,
baute Konstantinopel zur neuen Hauptstadt
des römischen Reiches aus und versuchte
durch zahlreiche Reformen den riesigen
Staat aus der Krise zu führen. Um seine
eigene Macht zu sichern, schreckte er allerdings
selbst davor nicht zurück, seine eigene
Familie zu dezimieren. Im letzten Jahr wurde
diesem Mann in der Stadt Deutschlands eine
Ausstellung gewidmet, die noch heute viele
Spuren seines Wirkens zeigt. An vier Orten
bot Trier, die älteste Stadt Deutschlands, zu
verschiedenen Themen einen Überblick über
Leben und Wirken des Kaisers, wie er bisher
in dieser Fülle noch nie zu sehen war. Ein Glücksfall für den Historiker und interessierten
Laien, ein Pech für den weniger interessierten Schüler.
Am Dienstag, den 25.9.2007 nämlich zog eine Karawane von vier germanischen Schulklassen
mittels zweier Reisebusse von Fechenheim nach Rheinland–Pfalz, um an Wissen
und Bildung zuzunehmen. Die 9G, die 10Ga sowie die 12. und die 13. Jahrgangsstufe
waren dazu auserkoren, sich mit den Themen „Konstantin und die Christen“ und
„Konstantin als Herrscher“ zu befassen. Wer sich für spätantike Särge, Gedenktafeln und
Sarkophage interessierte, kam voll auf seine Kosten. (Wer diesem Hobby nicht frönt, eher
weniger.) Bemerkenswert war vor allem, wie schnell sich die römische Gesellschaft dem
christlichen Trend anpasste und die heidnischen Symbole durch christliche ersetzte. Eine
Nachahmung der Kolossalstatue des Kaisers bot ebenfalls einen guten Einblick in die
ungebremste Herrschsucht Konstantins, der zwar das neue Zeitalter eines „christlichen
Abendlandes“ einläutete, dessen Beurteilung und Wirkungsgeschichte aber durchaus
umstritten bleibt.
Michael Hempelmann
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