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... , sollte nicht mit Steinen werfen“, lautet ein
Sprichwort, und das tut FFH in seinem gläsernen
Funkhaus auch nicht, nicht einmal verbal. Denn
wer FFH kennt, und das trifft auf so ziemlich jeden
zu, der weiß, dass dieser
Sender eher für Friede,
Freud’ und Sonnenschein
zu haben ist. Vor allem
letzteres. Schlechtes Wetter
gibt es hier quasi nicht.
Gut, dass der Besuch des
Musik-GK der 13. Klasse
an einem grauen Tag stattfand und wir endlich
herausfinden konnten, was das Geheimnis dieser
immer gutgelaunten Schönwettermenschen ist.
Dafür begaben wir uns zum „modernsten Funkhaus
Europas“, das natürlich, wie sollte es anders
sein, in der Metropole des Rhein-Main-Gebietes,
richtig, in Bad Vilbel steht. „Hä?“, werden Sie nun
denken. „Was ist daran so selbstverständlich?“. Na,
ganz einfach: FFH ist, glaubt man den FFH-Jingles,
überall die Größten, und da wird Bad Vilbel auch
ganz schnell mal zur Metropole. Nach so einem
langen Vorwort folgt nun ein kurzer, dafür aber
gutgelaunter Bericht über unsere Erfahrungen
im Sonnenscheinhaus. Sollte sich das ein oder
andere etwas zu enthusiastisch anhören, so bitte
ich dies zu entschuldigen. Es muss an der Atmosphäre
gelegen haben.
Nachdem wir die Hochhäuserschluchten Bad
Vilbels hinter uns gelassen hatten und das gigantische
Foyer des Funkhauses betraten, wurden
wir sogleich in den Besucherraum geführt, wo
wir zusammen mit den anderen Teilnehmern
dem Vortrag einer Mitarbeiterin über Größe und
Bedeutung des Senders lauschten. Da dort alles
aus Glas ist, war es uns möglich, die Moderatoren
live bei ihrer Arbeit zu beobachten. Wir kamen
also dem Geheimnis der Sonnenscheinmenschen
immer näher, die sowohl bei FFH als auch bei
„Planet Radio“ für gutes Wetter sorgen. Allerdings
blieb es nicht nur beim Beobachten, sondern als
Nächstes betraten wir das Ersatzstudio des Funkhauses.
Bei den Studios handelt es sich übrigens
um sogenannte „Selbstfahrerstudios“. Das sind
Studios, in denen der Moderator vom Moderieren
über das Einspielen diverser Jingles
und Lieder bis hin zum Vorlesen der
Staumeldungen alles von eigener
Hand macht. Die zu spielende Musik
sucht die Musikredaktion aus, die
Staumeldungen stellt die Verkehrsredaktion
zusammen, und alles ist
sekundengenau berechnet. Dabei
richtet sich die gespielte Musik nach
dem Geschmack der Hörer. Es werden
also regelmäßig Hörer angerufen und
Musik vorgespielt. Was gefällt, wird
ins Programm aufgenommen. Dabei
kann FFH aus einem reichen Sortiment
mit mehr als 50.000 Liedern auswählen.
Gespielt wird aber immer nur
eine Liste von rund tausend Liedern.
Genug nüchterne Information damit.
Es wird Zeit für ein wenig Sonnenschein.
Passenderweise begegneten
wir dem Moderator Felix Moese, der
seinen Schreibtisch - na?! - unter
einem Sonnenschirm hat. Außerdem
war es uns möglich, die Redakteure bei ihrer Arbeit
zu beobachten, und das sah sehr entspannt
aus, so ungefähr wie auf Hawaii, nur eben in Bad
Vilbel.
Damit neigte sich unser Besuch zum Thema
Musikproduktion und Musikbusiness dem Ende
entgegen, und wir verließen die Insel der immer
scheinenden Sonne, um in unseren grauen Alltag
zurückzukehren. Als die ersten Regentropfen
auf uns herabfielen und sich der graue Himmel
über unseren Köpfen erstreckte, bereuten wir es,
schon wieder gegangen zu sein. Zu Hause werde
ich einen Sonnenschirm an meinem Schreibtisch
aufstellen. Ganz gleich, was die anderen sagen, es
hilft.
Robert Zieringer, Jgst. 13
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