ARBEITSGEMEINSCHAFTEN

Mai 2005

Orchester-AG unterwegs!


Orchester-AG – das hört sich zuerst nach viel Üben und Auswendiglernen an - und dass man zur Orchesterprobe bleiben muss, wenn die Anderen schon längst nach Hause gegangen sind … ! Stimmt, das gehört sicher auch dazu, aber es gibt auch noch die andere Seite, nämlich eine Orchesterfreizeit. An einem Donnerstagmorgen trafen wir uns dazu in der DJH Bad Homburg. Schöne Zimmer und ein gut schallisolierter Raum warteten, dank der guten Organisation von Frau Keim, schon auf uns.

Das Wort „Freizeit“ war hier etwas missverständlich, schließlich wurde über den Tag verteilt immer wieder geprobt. Die Stücke wurden erarbeitet, bis sie so klangen, dass man schließlich verstehen konnte, was der jeweilige Komponist sich bei seinem Werk gedacht hat. Gar nicht so einfach, so zu spielen, die richtige Betonung zu fi nden, dass aus einem „Gayment“ auch wirklich ein Tanz wird, der „drive“ hat. Zu allem Übel muss man auch noch aufeinander hören, schließlich „arbeiten“ wir ja im Team.

Aber das Konzert am 25. 5. stand vor der Tür und da mussten die Stücke „sitzen“, schließlich bekommt auch nur der Sportler die Wettkampfkonstitution, der in unzähligen Trainingseinheiten seine Muskeln stählt. Aber es gab auch Momente der Erholung und des Ausspannens, der nahe gelegene Schlosspark lud hierzu ein. Das herrliche Wetter und ein leckeres Eis taten dazu ihr Übriges. Obendrein lernte man sich näher kennen und so mancher harmloser Schabernack ließ keine Langeweile aufkommen.

Als wir am Freitag wieder die Heimreise antraten, entdeckte ich bei mir eine sentimentale Anwandlung, dass etwas für sich Einmaliges, zu Ende war - und ich gerne wieder mitkomme, wenn es heißt „Orchesterfreizeit 2006“. Das Konzert in der ev. Michaeliskirche in Frankfurt Berkersheim, die wir dankenswerter Weise nutzen durften, krönte schließlich die Bemühungen. Hier wurde deutlich, dass sich die Mühe gelohnt hat. Wenn das Lampenfi eber zuschlägt, zeigt sich, ob man seine „Hausaufgaben“ gemacht bzw. genug geübt hat!!! Zusammen mit den Chören und Solisten ergab sich ein rundes Programm mit Musik aus unterschiedlichen Epochen, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hatte. Tosender Beifall in der voll besetzten Kirche war schließlich das Tüpfelchen auf dem i und eine gute Motivation weiterzuüben, um vielleicht bald auch noch anspruchsvollere Literatur vorzutragen.

ALBRECHT HYNEK


Freie Christliche Schule Frankfurt am Main

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