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Orchester-AG – das hört sich
zuerst nach viel Üben und
Auswendiglernen an - und
dass man zur Orchesterprobe
bleiben muss, wenn die
Anderen schon längst nach
Hause gegangen sind … !
Stimmt, das gehört sicher
auch dazu, aber es gibt auch
noch die andere Seite, nämlich
eine Orchesterfreizeit.
An einem Donnerstagmorgen
trafen wir uns dazu in der
DJH Bad Homburg. Schöne Zimmer und ein gut schallisolierter Raum warteten, dank
der guten Organisation von Frau Keim, schon auf uns.
Das Wort „Freizeit“ war hier etwas missverständlich, schließlich wurde über den
Tag verteilt immer wieder geprobt. Die Stücke wurden erarbeitet, bis sie so klangen,
dass man schließlich verstehen konnte, was der jeweilige Komponist sich bei seinem
Werk gedacht hat. Gar nicht so einfach, so zu spielen, die richtige Betonung zu
fi nden, dass aus einem „Gayment“ auch wirklich ein Tanz wird, der „drive“ hat. Zu
allem Übel muss man auch noch aufeinander hören, schließlich „arbeiten“ wir ja im
Team.
Aber das Konzert am 25. 5. stand vor der Tür und da mussten die Stücke „sitzen“,
schließlich bekommt auch nur der Sportler die Wettkampfkonstitution, der in
unzähligen Trainingseinheiten seine Muskeln stählt. Aber es gab auch Momente
der Erholung und des
Ausspannens, der nahe gelegene
Schlosspark lud hierzu
ein. Das herrliche Wetter und
ein leckeres Eis taten dazu
ihr Übriges. Obendrein lernte
man sich näher kennen
und so mancher harmloser
Schabernack ließ keine
Langeweile aufkommen.
Als wir am Freitag wieder die Heimreise antraten, entdeckte ich bei mir eine sentimentale
Anwandlung, dass etwas für sich Einmaliges, zu Ende war - und ich gerne
wieder mitkomme, wenn es heißt „Orchesterfreizeit 2006“.
Das Konzert in der ev. Michaeliskirche in Frankfurt Berkersheim, die wir dankenswerter
Weise nutzen durften, krönte schließlich die Bemühungen. Hier wurde deutlich,
dass sich die Mühe gelohnt hat. Wenn das Lampenfi eber zuschlägt, zeigt sich, ob
man seine „Hausaufgaben“ gemacht bzw. genug geübt hat!!!
Zusammen mit den Chören und Solisten ergab sich ein rundes Programm mit Musik
aus unterschiedlichen Epochen, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hatte.
Tosender Beifall in der voll besetzten Kirche war schließlich das Tüpfelchen auf dem
i und eine gute Motivation weiterzuüben, um vielleicht bald auch noch anspruchsvollere
Literatur vorzutragen.
ALBRECHT HYNEK
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