ARBEITSGEMEINSCHAFTEN

Februar 2010

Id conficiemus!
Latein-Theaterstück für den Bundeswettbewerb gedreht


„Wir schaffen das!“ Unter diesem Motto hat der Kurs Latein-Theater am 15. Februar seinen Beitrag zum Bundeswettbewerb Fremdsprachen eingereicht. Vorangegangen war ein halbes Jahr mit intensiver Drehbuchentwicklung, Übersetzungsarbeit und Konzeptionsplanung. Und dann war es endlich so weit: An drei besonderen Drehtagen wurde unser Ergebnis auf die „disca“ gebracht - das ist Latein (für „DVD“), wie alles in unserem Stück, denn der Wettbewerbsbeitrag musste in der Original-Unterrichtssprache abgegeben werden. Wie es ist, wenn man diese alte Sprache auf einmal wieder spricht, und welche Schwierigkeiten von der Idee bis zum fertigen Film zu meistern sind, lesen Sie hier in dem Kurzbericht einer Teilnehmerin:

Wer an den ersten beiden Februar- Tagen an den Kunsträumen vorbeiging, war sicher erstaunt: Ein Besen mit dem Schild „Achtung, Aufnahme!“ lehnte dort an der Tür. Das waren wir, der Latein-Theater-WPU, der dort einen Film drehte. Ein ganzes Halbjahr lang hatten wir uns einmal pro Woche getroffen und geplant, Drehbuch verfasst und geprobt. Doch das war vorbei, jetzt ging‘s an den Ernst des Projekts, ans Drehen. Unser Drehbuch handelte von der Varusschlacht - die Idee entstand aufgrund des Varusjahrs 2009. Um die Sache schön interessant zu machen, dichteten wir den Römern das Fernsehen an und erfanden Prima Roma, einen römischen Fernsehsender mit Nachrichten, Reportagen und natürlich Werbung. Wir erlebten drei Tage vollstes Programm: In die Maske, elegante römische Hochsteck-Frisur machen lassen, Kostüme immer wieder an- und ausziehen. Es war anstrengend, aber auch sehr interessant – und obwohl wir miteinander unter normalen Umständen eher weniger zu tun gehabt hätten, lernten wir uns beim Dreh erst so richtig kennen. Auch wichtig: Für‘s leibliche Wohl sorgte der Pizzaservice, der stets pünktlich um 13.30 Uhr erschien! Da wir auch Außenszenen hatten, fragten wir beim Römerkastell Saalburg an, um eine „zeitgetreue“ Umgebung zu haben. Wir bekamen die freundliche Erlaubnis, dort unsere Außenszenen zu drehen und so ging‘s am dritten Drehtag Richtung Bad Homburg. Allerdings hatten wir ein kleines Problem: Überall lag hoher Neuschnee -während es am Tag der Varusschlacht laut dem antiken Geschichtsschreiber Tacitus regnete. So schrieben wir die Geschichte kurzerhand um und ließen die Römer im tiefen Schnee verlieren. Nach diesem großen Sieg und damit unserer letzten Szene hatten wir bei einer Schneeballschlacht und einem Burger-Besuch zum Abschluss noch viel Spaß.
Anna Becker, 8G


Freie Christliche Schule Frankfurt am Main

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