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„Wir schaffen das!“ Unter diesem Motto hat der Kurs Latein-Theater am 15. Februar seinen Beitrag
zum Bundeswettbewerb Fremdsprachen eingereicht. Vorangegangen war ein halbes Jahr mit intensiver
Drehbuchentwicklung, Übersetzungsarbeit und Konzeptionsplanung. Und dann war es endlich
so weit: An drei besonderen Drehtagen wurde unser Ergebnis auf die „disca“ gebracht - das ist Latein
(für „DVD“), wie alles in unserem Stück, denn der Wettbewerbsbeitrag musste in der Original-Unterrichtssprache
abgegeben werden. Wie es ist, wenn man diese alte Sprache auf einmal wieder spricht,
und welche Schwierigkeiten von der Idee bis zum fertigen Film zu meistern sind, lesen Sie hier in dem
Kurzbericht einer Teilnehmerin:
Wer an den ersten beiden Februar-
Tagen an den Kunsträumen vorbeiging,
war sicher erstaunt: Ein Besen mit dem
Schild „Achtung, Aufnahme!“ lehnte
dort an der Tür. Das waren wir, der
Latein-Theater-WPU, der dort einen
Film drehte. Ein ganzes Halbjahr lang
hatten wir uns einmal pro Woche
getroffen und geplant, Drehbuch
verfasst und geprobt. Doch das war
vorbei, jetzt ging‘s an den Ernst des
Projekts, ans Drehen. Unser Drehbuch
handelte von der Varusschlacht - die
Idee entstand aufgrund des Varusjahrs
2009. Um die Sache schön interessant zu
machen, dichteten wir den Römern das
Fernsehen an und erfanden Prima Roma,
einen römischen Fernsehsender mit
Nachrichten, Reportagen und natürlich
Werbung. Wir erlebten drei Tage vollstes
Programm: In die Maske, elegante
römische Hochsteck-Frisur machen
lassen, Kostüme immer wieder an- und
ausziehen. Es war anstrengend, aber
auch sehr interessant – und obwohl wir
miteinander unter normalen Umständen
eher weniger zu tun gehabt hätten,
lernten wir uns beim Dreh erst so richtig
kennen. Auch wichtig: Für‘s leibliche
Wohl sorgte der Pizzaservice, der stets
pünktlich um 13.30 Uhr erschien!
Da wir auch Außenszenen hatten,
fragten wir beim Römerkastell Saalburg
an, um eine „zeitgetreue“ Umgebung
zu haben. Wir bekamen die freundliche
Erlaubnis, dort unsere Außenszenen zu
drehen und so ging‘s am dritten Drehtag
Richtung Bad Homburg. Allerdings
hatten wir ein kleines Problem: Überall
lag hoher Neuschnee -während es am
Tag der Varusschlacht laut dem antiken
Geschichtsschreiber Tacitus regnete. So
schrieben wir die Geschichte kurzerhand
um und ließen die Römer im tiefen
Schnee verlieren. Nach diesem großen
Sieg und damit unserer letzten Szene
hatten wir bei einer Schneeballschlacht
und einem Burger-Besuch zum Abschluss
noch viel Spaß.
Anna Becker, 8G
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