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Es begann alles hier in Deutschland mit einer sehr
intensiven Vorbereitung. Wir haben uns ein eingehendes
Bild über die verschiedenen Denkmäler
und unterschiedlichen Orte gemacht, die wir besuchen
wollten. Jeder Teilnehmer war aufgerufen,
Kurzreferate über zwei Sehenswürdigkeiten vorzubereiten,
und diese dann auf Englisch vortragen.
Dadurch bekamen wir bereits eine gewisse
Vorkenntnis über das, was uns erwarten würde.
Am 3. April 2009 ging es dann los, und wir brachen
mit 14 Schülern und zwei Begleitpersonen
auf nach Washington D.C. zum insgesamt dritten
Austausch in die USA. Wir wurden dann mit
einem Bus zur nächst gelegenen U-Bahn Station
gebracht, von wo aus wir weiter gefahren sind zu
unserem Hotel, welches sich im Botschaftsviertel
befand. An den fünf Tagen, die wir in Washington
verbrachten, erlebten wir eine Menge, was sich
kaum zusammen fassen lässt.
> Besuch beim Weißen Haus, dem Kapitol,
dem Supreme Court, den Smithsonienmuseen
(Amerikanische Geschichte, Luft- und Raumfahrt,
Indianische Geschichte, National Archives und ein
sehr großes Kunstmuseum), Lincoln Memorial,
Washington Monument, Jeff erson Memorial, dem
Militärfriedhof in Arlington, Chinatown National
Cathedral, dem Senat, Kongress und viel mehr!
Wir hatten richtig tolles Wetter und durften miterleben,
wie schön Washington D.C. während dem
„Cherry Blossom Festival“ ist. Kirschblüten wo
auch immer man hinschaute. Obwohl wir mor-
USA-Schüleraustausch
gens bis abends unterwegs
waren und sich manchmal
etwas Erschöpfung breit
machte, haben wir als Gruppe
eine tolle Gemeinschaft
gehabt.
Nach diesen sehr eindrucksvollen
Tagen in Washington
waren wir soweit, unsere Reise nach Texas zu beginnen.
Leider ist es für uns eine sehr lange Reise
geworden. Als wir in unserem Terminal ankamen,
haben wir erfahren, dass alle Flüge nach Dallas
verspätet sein würden wegen eines großfl ächigen
Feuers nördlich von Dallas. Als wir schließlich auf
dem Flughafen in Dallas, Texas, landeten, waren
alle erwartungsvoll und konnten es kaum erwarten,
ihre Gastfamilien kennenzulernen. Fast alle
amerikanischen Schüler haben uns am Flughafen
in Empfang genommen und sind mit uns in
einem gelben Schulbus nach Whitney gefahren.
Dort konnte dann jeder seine eigene Gastfamilie
begrüßen.
Am nächsten Tag ging es nach Dallas / Fort
Worth. Wir fuhren erst nach Dallas. Dort besichtigten
wir als erstes die Skyline vom Dallas und
verschaff ten uns so einen Überblick über die
Stadt. Danach ging es nach einem kurzen Zwischenstop
in einem Einkaufszentrum weiter nach
Fort Worth, einer alten gut erhaltenen Westernstadt.
In der sog. Cowtown wurden die Longhorns
früher auf Eisenbahnwagen verladen bzw. geschlachtet.
Noch heute treiben Cowboys einmal
am Tag Longhorns durch das Stadtzentrum. Von
den alten Gebäuden sind die Schlachtereien,
der Bahnhof, die Ställe, sowie viele Bars noch
erhalten. Sie verleihen der Stadt einen Hauch des
vergangenen Flairs. Abends wurden wir von der
Schule in Whitney zu einem Rodeo eingeladen, in
dem Bull Riding und Roping veranstaltet wurden.
An diesem Tag haben wir etwas von der Faszination
des alten Wilden Westens miterlebt.
In Whitney waren wir genauso ununterbrochen
unterwegs wie in Washington D.C., und wenn
wir nicht gerade einen Ausfl ug gemacht haben,
haben wir am Unterricht in
der Highschool teilgenommen.
Die Highschool geht
von Klasse 9 bis Klasse 12.
Die Schüler haben dort
jeden Tag acht Stunden
Unterricht, wobei eine
Stunde zum Mittagessen
vorgesehen ist. Jeder
Lehrer hat seinen eigenen
Klassenraum und die Schüler
müssen für jedes Fach
die Räume wechseln. Alle
Schüler wählen ihre Fächer
am Anfang des Jahres und
haben dann jeden Tag die
gleichen Fächer, sie haben
praktisch einen Tagesplan
und nicht wie an unserer
Schule einen Wochenplan.
Die Schule fängt immer
um 7:45 Uhr an und endet
um 15:15 Uhr.
Eines von vielen Highlights
war eine Tour mit Wayne
Redding, dem Schulleiter
der Middle School,
und vier professionellen Anglern auf dem Lake
Whitney zum Fischen. Wir haben insgesamt etwa
80 Fische gefangen. Anschließend wurden wir in
ein lokales Restaurant zu Fisch und Hamburger
eingeladen. Durchaus ein sehr gelungener Tag.
Wir können leider nicht über alles berichten, was
wir in Texas gesehen und erlebt haben. Um aber
einen kleinen Eindruck zu gewähren hier eine kurze
Liste: Waco, Texas, Dr. Pepper-Museum, Texas
Ranger-Museum, Baylor University, San Antonio,
Texas, Riverwalk, Fiesta „Fest der mexikanischen
Kultur“, Feuerwehr, Shopping.
Zuletzt möchte ich von unserem Ranchabend
berichten. Es war sozusagen die Abschiedsfeier
für unsere deutschen Austauschschüler. An unserem
vorletzen Abend in Texas sind wir von einer
der beiden Deutschlehrerinnen zusammen mit
unseren Austauschpartnern eingeladen worden.
Sie lebt zusammen mit ihrem Mann auf einer ca.
500 ha großen Ranch. Wir haben unseren Tag
etwas früher angefangen und haben zunächst
alle Pferde gesattelt. Und dann sind alle Schüler in
abwechselnden Gruppen mit mir über die Ranch
geritten. Alle Schüler haben sich als sattelfest
erwiesen und hätten durchaus mit ein bisschen
mehr Übung auf der Ranch als Ranchhand angestellt
werden können. Nun waren auch unsere
Austauschpartner eingetroff en, und wir durften
einen kleinen Imbiss genießen und dann ging es
los: Wir wurden auf Pick-Ups „verladen“, auf denen
Strohballen zum Hinsetzen lagen, und über
die Ranch gefahren. Nach der Ranch-Tour wurden
Hot Dogs über dem Lagerfeuer geröstet.
Als es dunkel wurde, kam ein Cowboy, der uns auf
seiner Gitarre alte Cowboylieder vorsang. Anschließend
haben wir uns noch die Sterne angeschaut,
die aufgrund des fehlenden Lichts einer
Stadt sehr gut zu erkennen waren. Dieser Abend
war wirklich etwas Besonderes.
Ich bin sehr dankbar für diese tolle Möglichkeit
des Schüleraustauschs, den wir an der FCSF
anbieten können. So ein Austausch sorgt für
ein besseres Verständnis der unterschiedlichen
Kulturen und Prägungen. Ein nicht zu übersehender
Gewinn dieses Austausches sind die vielen
Freundschaften, die geschlossen wurden. Ich bin
sehr beeindruckt von unseren Schülern, wie sie
der neuen Welt begegnet sind. Wir, als Schule
und Sie, als Eltern können wirklich stolz auf den
Eindruck sein, den unsere Schüler in den USA
hinterlassen haben!
James Atwell
Schüleraustauschkoordinator
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