AKTIONEN

Juni 2008

Austauschschüler aus Whitney/Texas zu Gast in Frankfurt




Unangefochtenes Highlight des Sommers war der Schüleraustausch mit Schülern der Whitney High School in Texas. Als wir uns am 8. Juni am Frankfurter Flughafen trafen, um „unsere“ Amerikaner zum ersten Mal zu begrüßen, waren wir alle neugierig, aufgeregt und auch ein bisschen nervös. Zwei Wochen lagen vor uns, die wir mit den Austauschschülern verbringen würden, und wir fragten uns, wie die Zeit werden würde. Mit selbstgebastelten Namensschildern und Spruchbannern gewappnet bereiteten wir unseren Gästen einen unvergesslichen Empfang und waren bald erleichtert: Trotz unseres sicher nicht ganz fehlerfreien Englischs verstanden wir einander und so verbrachten wir noch einige Zeit gemeinsam am Flughafen, bis jede Gastfamilie mit ihrem neuen Besucher nach Hause fuhr.

Doch schon am Abend wartete eine Überraschung auf die Amerikaner: Beim EM-Spiel Deutschland gegen Polen wurde in dem einen oder anderen die Fußballleidenschaft geweckt, die auch für den Rest der EM (als die Amerikaner schon längst wieder zu Hause waren) loderte. In den kommenden zwei Wochen wartete ein wunderbar abwechslungsreiches Programm auf die Texaner und ihre Gastgeber: Bei der Stadtführung durch Frankfurt am ersten Tag bezahlten einige zum ersten Mal in ihrem Leben in der Währung Euro und bewunderten gleichzeitig das Frankfurter U-Bahn-System („It’s a city under the city!“). Um einiges überschaubarer, aber (fast) genauso schön wie Frankfurt war das Städtchen Braunfels, dem wir ebenfalls einen Besuch abstatteten. Wir sahen uns dort unter anderem das Schloss an und lernten, dass einer der früheren Prinzen nach Texas ausgewandert und dort ein „New Braunfels“ gegründet hatte. Besonders die alten Ritterrüstungen weckten unser Interesse und die Frage nach einer Folterkammer wurde mehrmals gestellt, doch leider musste der Schlossführer uns diesbezüglich enttäuschen. Trotzdem war die Besichtigung unvergesslich, was nicht zuletzt auch an den Schlosspantoffeln lag, die von uns nicht immer ganz fachspezifisch angewandt wurden. Am Wochenende stand ein großer Familienausflug auf dem Programm, den jede Familie selbst gestaltete. Die Amerikaner besuchten mit ihrer Gastfamilie unter anderem Aschaffenburg, Heidelberg oder den Schwarzwald. Später trafen wir uns wieder mit den anderen Austauschschülern und verbrachten den Abend in geselliger Runde.

Ohne ihre Gastgeber machten die Austauschschüler in der zweiten Woche einen Tagesausflug inklusive Schifffahrt auf dem Rhein, von dem sie uns am Abend viel erzählten. Viel zu schnell kam der letzte Ausflug: Ein Besuch des Hessenparks und der Saalburg mit anschließender Abschiedsfeier. In den zwei Wochen waren viele Freundschaften entstanden und wir alle wünschten uns, die Amerikaner würden länger bleiben.

Aber nun bleibt uns ja die Vorfreude auf unseren Besuch in Texas in den Osterferien, dem wir alle entgegenfiebern, und e-mails und Briefe verkürzen unsere Wartezeit.
Ann-Kathrin Ruf


Freie Christliche Schule Frankfurt am Main

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