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Die Projektwoche am Ende des Schuljahres
gehört schon seit vielen Jahren zum festen
Programm der Freien Christlichen Schule
Frankfurts. Wenn alle Klassenarbeiten und
die Zeugnisse geschrieben sind, wenn (hoffentlich)
alles gelernt worden ist, dann gibt
es ein buntes, ein interessantes Angebot für
unsere Schülerinnen und Schüler. Die Themen
müssen nicht unbedingt im Lehrplan
stehen, sie sollen schon in irgendeiner Form
Bildung vermitteln, der Spaß, die Freude am
gemeinsamen Tun steht dabei im Vordergrund.
Deshalb dürfen die Schülerinnen und
Schüler ihre Projekte wählen.
Die Projekttage, die in diesem Schuljahr
erstmals vom 16.-18. Februar durchgeführt
wurden, dienen einer anderen Zielsetzung.
Neben der Wissensvermittlung werden
andere Inhalte im Unterricht immer wichtiger.
Es geht um Methodentraining, um
Medienkompetenz, um Präsentation und um
das Erlernen von Lerntechniken. Die Schülerinnen
und Schüler müssen auf dem Weg
zum eigenverantwortlichen Lernen durch
die Schule begleitet werden. Längst geht es
nicht mehr alleine darum, vorgefertigtes Wissen
auswendig zu lernen und in Hausaufgaben
oder Klassenarbeiten möglichst fehlerfrei
wiedergeben zu können. Die Fähigkeit sich in
komplexe Sachverhalte einzuarbeiten, vorgegebene
Probleme zu lösen oder Lösungsstrategien
mit Hilfe von Modellen zu entwickeln
steht zunehmend im Blickpunkt des Unterrichts.
Es versteht sich fast von selbst, dass
diese neuen Lernziele auch neue oder andere
Unterrichtsformen nach sich ziehen. Eine
davon ist die Arbeit an Projekten. An unsere
Schule geht es dabei darum, den Schülerinnen
und Schülern die Gelegenheit zu geben, über
einen längeren Zeitraum an einer Aufgabe zu
arbeiten.
Es wurde dabei festgelegt, dass dies in Klassenprojekten
geschieht und dass langfristig
die Themen für jedes Schuljahr in einem Curriculum
festgelegt werden. Die Projektarbeit
soll benotet werden.
Die Projekte sollen vorrangig drei Zielen dienen:
> Methodentraining
> Fächerübergreifende Themenstellungen
> Komplexe Aufgabenstellungen eines Fachs
Natürlich sollen die Schülerinnen und Schüler
möglichst eigenständig arbeiten. Im Schulentwicklungsausschuss
wurde an einer Konzeption
schon intensiv gearbeitet. Es zeigte sich
aber recht schnell, dass Projektcurriculum
nicht am „grünen Tisch“ erstellt werden kann.
Erste Schritte müssen gegangen, Erfahrungen
gesammelt werden. Viel mehr noch
als in der Vergangenheit müssen Schulen
lernende Organisationen werden, das geht
nicht von heute auf morgen, aber wir sind
bereit anzufangen.
Für dieses Jahr hatten wir den Schwerpunkt
auf das dritte Ziel gelegt und die Lehrkräfte
nach Fachbereichen auf die Jahrgangsstufen
aufgeteilt. Die Jahrgangsstufen 5 und 6 bearbeiteten
Projekte aus dem sprachlich-musischen
Bereich, in den Jahrgangsstufen 7 und
8 ging es um die Fächer Religion, Geschichte,
Erdkunde und PoWi. Naturwissenschaftliche
Projekte wurden für die Jahrgangsstufen
9 und 10 vorbereitet. Für die Schülerinnen
und Schüler der Oberstufe wurde aus jedem
Fachbereich je ein jahrgangsstufenübergreifendes
Projekt angeboten.
Die Resonanz auf die Projektwoche war überaus
positiv. Nun gilt es, diese Unterrichtsform
an unserer Schule nachhaltig zu etablieren –
eine reizvolle aber auch anstrengende Aufgabe
für unser Kollegium.
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