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Am 07.06.2008 fand zum zweiten Mal ein schulinternes Fußballturnier der FSCF auf der
Fechenheimer Sportanlage statt.
Unterteilt in die Klassenstufen 5-7 und 8-13 wurde jeweils unter den Mädchen- und
unter den Jungenmannschaften um jeden einzelnen Punkt gerungen. Auch die Jüngsten
der Schule blieben nicht außen vor und spielten, stets mit vollem Einsatz, den Turniersieger
der Grundschule aus. Dass dabei die meisten Spiele unentschieden endeten, wird
wahrscheinlich an der noch ungetrübten Freude zu Teilen gelegen haben. Die ist ja bei
Kindern bekanntlich noch sehr rein ausgeprägt, wie man sogar in der Bibel lesen kann.
An der schon jetzt äußerst beeindruckenden Technik der Grundschüler kann es auf jeden
Fall nicht gelegen haben, dass die Torausbeute eher rar blieb.
Doch bevor nun genauer auf Technik, Taktik, Eck- und Freistoßvarianten der einzelnen
Mannschaften eingegangen wird, sollte erst einmal der Anlass des Turniers erwähnt
werden. Das war nämlich die Fußball-Europameisterschaft, die als Vorlage für den
Wettkampf diente. Jede Klasse hatte zuvor im Losverfahren ein Land gezogen, das
sie dann im Turnier vertrat. Getreu dem großem Vorbild wurde zunächst in Gruppen
gespielt. Die ersten zwei qualifizierten sich für das Viertelfinale. Ab hier ging es im Ko.-
System weiter bis zum Gipfel des Olymps, dem Finale, das logischerweise aber nur zwei
Mannschaften vorbehalten blieb. Glücklicherweise haben aber heutzutage die weniger
siegreichen Mannschaften nicht mehr unter Schmähungen des Publikums und sozialer
Exkommunikation zu leiden. Im Gegenteil, auch sie bekamen einen Preis und wurden von
ihren Fans (sprich ihren Klassen) gebührend gefeiert. In der höchsten Altersklasse siegten
bei den Jungen die ehemalige 9G1 (Portugal), die sich insbesondere durch ihr gutes
Zusammenspiel auszeichnete, zweiter wurde die 10Gb (Türkei). Christiano Ronaldo schien
diesmal allerdings die Länder getauscht zu haben und sich in den Reihen der Türkei zu
befinden (Frage an alle Schüler: Wer ist wohl gemeint?). In der zweiten Alterklasse siegte
bei den Jungen die 7G (Deutschland) und zeigte somit den echten Profis der Nation wie’s
funktioniert. Zweiter wurde die 6G1 (Tschechien). Bei den Mädchen, hier gab es nur eine
Altersklasse, siegte souverän die Klasse 11 (Schweiz), als klar beste Mannschaft des Turniers.
Die 7G2 (Italien) musste sich mit dem zweiten Platz begnügen. In der Grundschule
belegten Deutschland (Kl. 2) und Frankreich (Kl.1) die ersten beiden Plätze. Für all die
Mannschaften, die anstatt ihres Tores lieber die Gesundheit ihrer Gegner hüteten, gab es
auch noch Fairnesspreise.
Für die Verpflegung der Sportler und Zuschauer war mit Hilfe der fleißigen Eltern gesorgt
worden. Gott sei Dank (Achtung, hierhinter verbirgt sich mehr als eine sprachliche
Floskel), blieb das Wetter das gesamte Turnier über konstant gut. Es herrschten optimale
Witterungsbedingungen für die Sportler und all diejenigen, die mindestens unter der
gleichen Kraftanstrengung am Spielfeldrand mitfieberten.
Jetzt bleibt nur noch den Sportlehrern zu danken, die dieses tolle Turnier organisierten.
Auf dass sie nicht ermüden und spätestens zur nächsten Weltmeisterschaft das dritte
Fußballwettmessen der FCSF verkünden. Bis dahin ist dann auch die zuvor angekündigte
Technik-, Taktik-, Ecken- und Freistoßanalyse fertig. Vielleicht finden sich bei der Videoaufarbeitung
noch ein paar versteckte Fouls. Dann gäbe es doch noch einen Grund für
Schmährufe und soziale Exkommunikation. Genau wie früher. Und früher war doch alles
besser, oder?
Robert Zieringer
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