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„Als aber die Zeit erfüllt war, sandte
Gott seinen Sohn, geboren von einer
Frau...“ Die Bibel in Galater 4,4
Ein merkwürdiger Vers, wie kann
eine Zeit „erfüllt“ sein. In einem
Anspiel führte eine Gruppe von Oberstufenschülern
die Zuhörer zu dem
Gedanken, dass Gott den richtigen
Zeitpunkt in der Weltgeschichte
herausgesucht hat, um seinen Sohn
in die Welt zu schicken. Zacharias
Shoukry, Hanna Hetterich, Anna-Maria
Hetzel, Anna Lena Gersting und Samuel
Graf nahmen die Zuhörer mit in das
Römische Reich zur Zeit der Apostel und
zur Zeit Jesu. Warum war die Zeit reif,
vor 2000 Jahren?
Einige Aspekte sind von besonderer
Bedeutung. Im gesamten Mittelmeerraum
wurde griechisch gesprochen.
So konnte das Evangelium ohne
Sprachbarrieren verbreitet werden.
Das Alte Testament, Basis der frohen
Botschaft, war ins Griechische
übersetzt worden. Die sogenannte
Septuaginta war die Grundlage für
die Lehre, Paulus besaß mehrere
Schriftrollen. Die Römer hatten das
gesamte Imperium Romanum durch
Post- und Heeresstraßen erschlossen,
Brücken waren gebaut, Hindernisse
überwunden. Auf diesen Straßen
konnten nun die Apostel an die
entferntesten Orte gelangen. Das
Mittelmeer war nicht mehr Trennung
sondern „Verbindungsstraße“. Im
gesamten Mittelmeerraum gab
es regelmäßigen Schiffsverkehr.
Es herrschte Weltfrieden. Durch
das römische Reich waren die
Ländergrenzen gefallen, es herrschte
Reisefreiheit, Zollbarrieren gab es
keine mehr. Es war eine friedliche Zeit.
Rom hatte ein stabiles Staatsgebilde,
Kriege gab es kaum - eine wichtige
Voraussetzung zur Verbreitung des
Evangeliums. Im römischen Reich
war ein für damalige Verhältnisse
fortschrittliches Rechtssystem
installiert. Paulus konnte sich
immer wieder auf seine römische
Staatsbürgerschaft berufen. Nicht
zuletzt war der Götterglaube der
Menschen ins Schwanken geraten,
das Vertrauen in die Religionen war
erschüttert. Die Menschen waren
bereit, die eigene Religion hinter
sich zu lassen und die Botschaft des
Evangeliums anzunehmen.
In seiner Predigt ging Markus Wäsch,
Jugendpastor aus Dillenburg-
Manderbach, dieses Mal auf die
sogenannte „Jungfrauengeburt“ ein.
Sehr lebendig erläuterte er, dass das
Zeugnis der Bibel sehr glaubwürdig ist.
Wie in jedem Jahr wurde die
Weihnachtsfeier wieder durch unsere
Chöre, Solisten und Instrumentalisten
bereichert. Abschluss bildete der
Lehrerchor, der in diesem Jahr
unter der Leitung von Frau Becker
das Lied „In the last days“ in einem
vierstimmigen Chorsatz zu Gehör
brachte, was ihre Schülerinnen
und Schüler zu großem Applaus
veranlasste. Viele ehrenamtliche Helfer
aus der Elternschaft sorgten wieder für
einen festlichen Rahmen.
Obwohl um die Halle herum das
Schneechaos tobte, blieben viele
Besucher noch lange in der Halle und
in manchen Gesprächen ließ man das
Jahr Revue passieren.
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