FEIERN

Dezember 2010

Die Zeit war reif!
FCSF-Schulweihnachtsfeier 2010


„Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau...“ Die Bibel in Galater 4,4

Ein merkwürdiger Vers, wie kann eine Zeit „erfüllt“ sein. In einem Anspiel führte eine Gruppe von Oberstufenschülern die Zuhörer zu dem Gedanken, dass Gott den richtigen Zeitpunkt in der Weltgeschichte herausgesucht hat, um seinen Sohn in die Welt zu schicken. Zacharias Shoukry, Hanna Hetterich, Anna-Maria Hetzel, Anna Lena Gersting und Samuel Graf nahmen die Zuhörer mit in das Römische Reich zur Zeit der Apostel und zur Zeit Jesu. Warum war die Zeit reif, vor 2000 Jahren?

Einige Aspekte sind von besonderer Bedeutung. Im gesamten Mittelmeerraum wurde griechisch gesprochen. So konnte das Evangelium ohne Sprachbarrieren verbreitet werden. Das Alte Testament, Basis der frohen Botschaft, war ins Griechische übersetzt worden. Die sogenannte Septuaginta war die Grundlage für die Lehre, Paulus besaß mehrere Schriftrollen. Die Römer hatten das gesamte Imperium Romanum durch Post- und Heeresstraßen erschlossen, Brücken waren gebaut, Hindernisse überwunden. Auf diesen Straßen konnten nun die Apostel an die entferntesten Orte gelangen. Das Mittelmeer war nicht mehr Trennung sondern „Verbindungsstraße“. Im gesamten Mittelmeerraum gab es regelmäßigen Schiffsverkehr. Es herrschte Weltfrieden. Durch das römische Reich waren die Ländergrenzen gefallen, es herrschte Reisefreiheit, Zollbarrieren gab es keine mehr. Es war eine friedliche Zeit. Rom hatte ein stabiles Staatsgebilde, Kriege gab es kaum - eine wichtige Voraussetzung zur Verbreitung des Evangeliums. Im römischen Reich war ein für damalige Verhältnisse fortschrittliches Rechtssystem installiert. Paulus konnte sich immer wieder auf seine römische Staatsbürgerschaft berufen. Nicht zuletzt war der Götterglaube der Menschen ins Schwanken geraten, das Vertrauen in die Religionen war erschüttert. Die Menschen waren bereit, die eigene Religion hinter sich zu lassen und die Botschaft des Evangeliums anzunehmen. In seiner Predigt ging Markus Wäsch, Jugendpastor aus Dillenburg- Manderbach, dieses Mal auf die sogenannte „Jungfrauengeburt“ ein. Sehr lebendig erläuterte er, dass das Zeugnis der Bibel sehr glaubwürdig ist.

Wie in jedem Jahr wurde die Weihnachtsfeier wieder durch unsere Chöre, Solisten und Instrumentalisten bereichert. Abschluss bildete der Lehrerchor, der in diesem Jahr unter der Leitung von Frau Becker das Lied „In the last days“ in einem vierstimmigen Chorsatz zu Gehör brachte, was ihre Schülerinnen und Schüler zu großem Applaus veranlasste. Viele ehrenamtliche Helfer aus der Elternschaft sorgten wieder für einen festlichen Rahmen. Obwohl um die Halle herum das Schneechaos tobte, blieben viele Besucher noch lange in der Halle und in manchen Gesprächen ließ man das Jahr Revue passieren.



Freie Christliche Schule Frankfurt am Main

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