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Viva la Neugier! Unter diesem Motto steht der Wettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“
in diesem Jahr. Am 27. Februar fand der Regionalwettbewerb Rhein-Main Nord
in den Räumen der Firma sanofi aventis statt. 98 Schüler bevölkerten die Stände, um
insgesamt 48 Arbeiten in den sieben Themengebieten zu präsentieren. Unsere Schule war
mit acht Projekten vertreten, und – soviel darf verraten werden – die Ergebnisse können
sich auch in diesem Jahr sehen lassen.
Der Wettbewerb „Schüler experimentieren“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler bis
14 Jahren. Freude am Experimentieren und sorgfältiges Dokumentieren sind hier gefragt.
Groß war die Konkurrenz im Fachgebiet Biologie mit neun verschiedenen Arbeiten.
Schon im Vorfeld wurde Stefan Bennat (6R) als
einer der jüngsten Teilnehmer für einen Zeitungsartikel
in der FNP interviewt. Ihm war aufgefallen, dass sich
seine Goldfische je nach Lichteinfall zur Seite neigten.
Dieses Verhalten nahm er systematisch unter die Lupe.
Leider erreichte er in diesem Jahr keine Plazierung
unter den besten Dreien, aber wenn er am Ball bleibt,
kann er in den nächsten Jahren unter den Gewinnern
sein.
Ebenfalls im Fachgebiet Biologie haben Sarah
Hauck (8G) und Marcela Dietsch (8G) ein Thema
aus dem Unterrichtsfach Naturwissenschaftliche
Experimente in der 6. Klasse weiterverfolgt: „Die
Lernfähigkeit von Mäusen“. Auf einem Hochlabyrinth
mussten die Tiere Aufgaben bewältigen. Sarah und
Marcela stellten fest, dass sich die Tiere von Mal zu
Mal besser orientieren konnten. Durchführung und
Präsentation überzeugten die Jury, die dafür den 1.
Platz in der Kategorie Biologie vergab.
Die Chemie der Kalkreiniger war das Thema von
Anne Martin (7G). Sie testete die Leistungsfähigkeit
dieser Reinigungsmittel und wollte insbesondere
untersuchen, ob ein Zusammenhang zwischen Preis
und Leistung besteht. Sie fand heraus, dass die teuren
Reiniger tatsächlich auch die besseren waren, (Marken-)
Namen werden allerdings hier nicht genannt. Mit
ihrem Projekt belegte Anne den 2. Platz.
Schüler ab 15 Jahren nehmen am Wettbewerb „Jugend forscht“ teil. Dabei forschen
die Teilnehmer an Themen, welche zum Teil weit über den Schulstoff hinaus gehen. Ein
weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer technischer Geräte oder Verfahren.
Der erste Platz in einem Themengebiet ist gleichzeitig die Qualifikation für den
Landeswettbewerb im April in Darmstadt. Die Jury kann gegebenenfalls auch mehrere
erste Plätze vergeben.
Die Aufdeckung und Vermeidung von Impflücken
haben sich Janne Soetbeer (10Ga) und Fridolin
Pflugmann (10Ga) zur Aufgabe gemacht. Im Gebiet
Arbeitswelt entwickelten sie für die elektronische
Gesundheitskarte eine Software, die man mit einem
digitalen Impfpass vergleichen kann. Der mögliche
Nutzen für Ärzte und Patienten überzeugte die Jury, so
dass die beiden den 1. Platz und die Qualifikation für
den Landeswettbewerb erhielten.
Im Gebiet Geo- und Raumwissenschaften entwickelten
Yannik Stenzel, Michael Betschel und
Felix Pfannenmüller (alle 8G) einen neuartigen
mobilen Staudamm, der nicht mit Sand, sondern mit
Wasser gefüllt werden kann. Damit wollen sie einen
Beitrag leisten, um Städte und einzelne Gebäude vor
den immer häufigeren Überschwemmungen zu schützen.
Die Jury verlieh den drei Schülern den 2. Platz und
ermutigte sie zur Weiterarbeit.
Marc Oliver Herdrich und Simon Becker
(11. Klasse) starteten mit einem ambitionierten Projekt
im Gebiet Mathematik/Informatik: Zum einen konstruierten
sie selbst einen Stickstoff-Laser, zum anderen
beschäftigten sie sich intensiv mit der Verschlüsselung
sensibler Daten. Die Verbindung zwischen den beiden
Themen ist (nicht) zufällig, denn der Laser liefert
„hochwertige“ zufällige Zahlenfolgen, welche für die
Verschlüsselung der Daten benötigt werden. Und da
gilt, dass nicht jeder Zufall gleich gut ist. So war es
eben nicht nur Zufall, dass die Jury den beiden den 1.
Preis und einen Tag in den Forschungslaboren der Patenfirma sanofi aventis zuerkannte.
Sarah Josenhans (10Ga) und Bernhard
Tschech (10Ga) erforschen die Physik alkoholfreier
Cocktails, insbesondere die Frage, welche Voraussetzungen
gegeben sein müssen, um verschiedene Säfte
übereinander zu schichten. Dabei führten Sie vor allem
Dichte und Viskositätsmessungen durch. Obwohl die
Ergebnisse optisch und geschmacklich sehr ansprechend
waren, gab es für diese Gruppe keine Platzierung, aber
selbstverständlich eine Anerkennungsurkunde.
Auch die Arbeit von Christoph Batzer im Gebiet
Technik konnte sich leider nicht platzieren. Als Beispiel
für eine Methode der Materialprüfung hatte er ein
Gerät gebaut, um die Belastungsfähigkeit von Haaren zu
testen. Auch er wurde von der Jury zum Weiterforschen
ermutigt und erhielt eine Anerkennungsurkunde.
Aber egal ob mit oder ohne Platzierung konnten
unsere Teilnehmer viele Eindrücke und Einsichten mit nach Hause nehmen. Es bestand die
Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Ideen für die weitere Forschung zu sammeln. An
diesem Tag standen die Schüler und ihre Arbeiten im Mittelpunkt und ihnen allen gilt ein
großes Lob, nicht zuletzt weil sie unsere Schule wieder einmal sehr gut vertreten haben.
Ein besonderer Dank gilt aber auch den Eltern, welche die Schüler begleitet und unterstützt
haben und den Betreuungslehrern für die fachliche und praktische Hilfe.
Erfreulich auch wieder, dass keine andere Schule mehr Wettbewerbsbeiträge eingereicht
hatte als die Freie Christliche Schule Frankfurt. Dafür erhielt die Schule wie schon in den
vergangenen Jahre einen mit 300 EURO dotierten Schulpreis.
Wie immer gilt: Nach dem Wettbewerb ist vor den Wettbewerb! Wer jetzt schon eine gute
Idee hat, kann sie den Betreuungslehrern mitteilen oder selber beginnen zu forschen und
zu tüfteln, damit es auch im nächsten Jahr an der FCSF heißt: „Es lebe die Neugier!“
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