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Mit acht Projektarbeiten haben 12 Schülerinnen und Schüler der Freien Christlichen Schule Frankfurt
am Regionalwettbewerb Jugend forscht/Schüler experimentieren teilgenommen. Damit stellte unsere Schule
25% aller Wettbewerbsbeiträge und erhielt wie in den Jahren zuvor einen Sonderpreis über 350 EURO.
Unsere Schülerinnen und Schüler waren wieder sehr erfolgreich, was drei erste Plätze und etliche
Sonderpreise einbrachte.
Marc Oliver Herdrich (10G) belegte im Fachgebiet Mathematik/Informatik den 1. Platz mit einer
Arbeit zur sicheren Datenübertragung im Internet. Marc Oliver hat ein neues Codierungsprogramm zur Ver-
und Entschlüsselung von Daten entwickelt. Damit soll es so genannten "Hackern" unmöglich gemacht werden,
Daten bei der Übertragung zu manipulieren. Die Jury zeigte sich von der kreativen Idee des Programms sehr
beeindruckt. Nun darf Marc Oliver seinen Wettbewerbsbeitrag auf dem Landeswettbewerb in Darmstadt präsentieren.
In der Sparte Arbeitswelt stellte Ann-Katrin Batzer (11G) eine innovative Methode des Luftaustausches
in geschlossenen Räumen zur Verminderung der Feinstaubbelastung vor. Mit einem besonderen Luftabsaugsystem
durch die Teppich- und Bodenfläche werden die Feinstaubpartikel dort entfernt, wo sie gehäuft auftreten.
Ihre Arbeit stellt einen Beitrag mit hohem Erfindunggeist dar. Wir sagen in der Jugend forscht AG unserer Schule
zu dieser Art von Wettbewerbsbeiträgen "Daniel-Düsentrieb-Arbeiten", in Anlehnung an die bekannte Comicfigur
aus Walt Disney. Im Gegensatz zu reinen Untersuchungen und Analysen, wie wir sie weitaus häufiger bei Jugend
forscht antreffen, sind solche Arbeiten gekennzeichnet durch eine geniale Idee, die zu einer kreativen Lösung
für eine Problemstellung umgesetzt wird. Ann-Katrin erhielt den allseits begehrten Quelle-Innovationspreis.
Einen 1. Platz erreichten die Geschwister Isabella (12G) und Fridolin Pflugmann (9GA) mit einer
computergestützten Analyse des Stromverbrauchs im Haushalt. Ihr "Stromspar-ABC" schlägt Energiesparmaßnahmen
vor und berechnet für jeden Verbraucher das Sparpotential individuell aus. In ihrer Arbeit steckt eine Menge
an Zeit und Überlegungen. Mit gutem Spürsinn haben sie jede nur erdenkliche Energiesparmaßnahme in einem
Privathaushalt aufgespürt und in einem ausgepfeilten Computerprogramm berücksichtigt. Sie dürfen ihr
Programm zum "Stromspar-ABC" beim Landeswettbewerb vorstellen. Außerdem bekamen sie den mit 100 EURO dotierten
"Mainova Zukunftspreis Ressourcenschutz" überreicht.
Fünf Arbeiten wurden in der Kategorie "Schüler experimentieren" ins Rennen geschickt. In der Kategorie Technik
konnten die Geschwister Alexander (5G) und Annalena Kamm (7G) die Jury von ihrem Propellerauto mit
Gummiantrieb überzeugen. Zunächst bauten sie ein solches Fahrzeug nach einer Bauanleitung um festzustellen,
dass diese Konstruktion überhaupt nicht fahrtauglich war. Schließlich konstruierten sie ihr Modell selbst und
bauten ein wirklich flottes "Propeller-Mobil". Unter verschiedenen Bedingungen untersuchten sie die Effektivität
der Fahrzeugs und erhielten dafür den 1. Preis.
Ebenfalls im Bereich Technik bauten Michael Müller (8R) und Christoph Batzer (8R) eine Wasserentsalzungsanlage
Sie führten verschiedene Versuche zur Süßwassergewinnung durch. Ihre Anlage aus Wasserkessel, Kupferrohren und
Dampfkühlung war sehr imposant anzusehen. Michael und Christoph konnten sich über den Dr.Sobotha-Wasserpreis freuen.
Sarah Josenhans (9GA) fragte sich, unter welchen Bedingungen sich Planzen vegetativ vermehren. Bei
mehreren Planzentypen versuchte sie unter verschiedenen Bedingungen durch Stecklinge Wurzeln zu ziehen.
Dabei variierte sie nicht nur die Lichtverhältnisse, sondern auch die Boden- und Wasserbedingungen. Sarah
lieferte einen sehr interessanten und originellen Beitrag im Fachgebiet Biologie.
Ebenfalls im Bereich Biologie untersuchte Anne Martin (6G) das Verhalten der Singvögel am Futterhäuschen.
Welches Futter wird bevorzugt genommen? Gibt es Unterschiede im Fressverhalten bei den einzelnen Vogelarten?
Spielt das Aussehen des Vogelhäuschens eine Rolle? Das waren die Fragen, mit denen sich Anne beschäftigte.
Leider hatte der milde Winter diese Forschungsarbeit sehr erschwert, da die Singvögel über weite Strecken des Winters
genügend Nahrungsangebote abseits der Futterhäuschen zur Verfügung hatten. Vielleicht kann sie die Untersuchungen
im nächsten Winter fortsetzen. Für ihre Ausarbeitung erhielt sie einen Buchpreis.
Im Fachbereich Raumwissenschaften versuchten Janne Soetbeer und Hanna Hetterich (beide 9GA) eine
Höhenbestimmung mit Hilfe der Gravitation. Mit einem Fadenpendel bestimmten sie die Erdbeschleunigung und
rechneten daraus die Höhe um. In Anlehnung an die barometrische Höhenmessung in Flugzeugen erhofften sich die
beiden, ein ähnliches Verfahren anwenden zu können. Immerhin konnten die Schülerinnen die Pendeldauer
auf einige tausendstel Sekunden genau bestimmen, eine wirklich tolle Leistung. Sie erkannten bei ihren Experimenten
viele Effekte und untersuchten die Einflüsse verschiedener Rahmenbedingungen beim Fadenpendel. Ihre ausführliche
und umfassende Arbeit wurde mit einem Jahresabo der Zeitschrift "Bild der Wissenschaft" belohnt.
Zum Schluss der Siegerehrung erhielt Herr Wittmann, Fachbereichsleiter für die Naturwissenschaften an
unserer Schule, noch eine Auszeichnung für seine Verdienste als Betreuungslehrer. Sein Fazit nach der
diesjährigen Teilnahme war eindeutig: "Es lohnt sich, Schülerinnen und Schüler im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich
zu fördern, es schafft in der Schülerschaft eine unglaubliche Motivation." Diese soll in Zukunft
durch die neuen Fachräume noch gesteigert werden. Dann wird es möglich sein, Forschungsprojekte auch
längerfristig durchzuführen. Wir freuen uns darauf!
Unseren Teilnehmern beim Landeswettbewerb wünschen wir zwei spannende Präsentationstage bei der Firma Merck
in Darmstadt und viel Erfolg!
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