JUGEND FORSCHT - Regionalwettbewerb

2007

Drei erste Preise bei „Jugend forscht 2007“
Die FCSF stellt die meisten Teilnehmer


Mit acht Projektarbeiten haben 12 Schülerinnen und Schüler der Freien Christlichen Schule Frankfurt am Regionalwettbewerb Jugend forscht/Schüler experimentieren teilgenommen. Damit stellte unsere Schule 25% aller Wettbewerbsbeiträge und erhielt wie in den Jahren zuvor einen Sonderpreis über 350 EURO. Unsere Schülerinnen und Schüler waren wieder sehr erfolgreich, was drei erste Plätze und etliche Sonderpreise einbrachte.

Marc Oliver Herdrich (10G) belegte im Fachgebiet Mathematik/Informatik den 1. Platz mit einer Arbeit zur sicheren Datenübertragung im Internet. Marc Oliver hat ein neues Codierungsprogramm zur Ver- und Entschlüsselung von Daten entwickelt. Damit soll es so genannten "Hackern" unmöglich gemacht werden, Daten bei der Übertragung zu manipulieren. Die Jury zeigte sich von der kreativen Idee des Programms sehr beeindruckt. Nun darf Marc Oliver seinen Wettbewerbsbeitrag auf dem Landeswettbewerb in Darmstadt präsentieren.

In der Sparte Arbeitswelt stellte Ann-Katrin Batzer (11G) eine innovative Methode des Luftaustausches in geschlossenen Räumen zur Verminderung der Feinstaubbelastung vor. Mit einem besonderen Luftabsaugsystem durch die Teppich- und Bodenfläche werden die Feinstaubpartikel dort entfernt, wo sie gehäuft auftreten. Ihre Arbeit stellt einen Beitrag mit hohem Erfindunggeist dar. Wir sagen in der Jugend forscht AG unserer Schule zu dieser Art von Wettbewerbsbeiträgen "Daniel-Düsentrieb-Arbeiten", in Anlehnung an die bekannte Comicfigur aus Walt Disney. Im Gegensatz zu reinen Untersuchungen und Analysen, wie wir sie weitaus häufiger bei Jugend forscht antreffen, sind solche Arbeiten gekennzeichnet durch eine geniale Idee, die zu einer kreativen Lösung für eine Problemstellung umgesetzt wird. Ann-Katrin erhielt den allseits begehrten Quelle-Innovationspreis.

Einen 1. Platz erreichten die Geschwister Isabella (12G) und Fridolin Pflugmann (9GA) mit einer computergestützten Analyse des Stromverbrauchs im Haushalt. Ihr "Stromspar-ABC" schlägt Energiesparmaßnahmen vor und berechnet für jeden Verbraucher das Sparpotential individuell aus. In ihrer Arbeit steckt eine Menge an Zeit und Überlegungen. Mit gutem Spürsinn haben sie jede nur erdenkliche Energiesparmaßnahme in einem Privathaushalt aufgespürt und in einem ausgepfeilten Computerprogramm berücksichtigt. Sie dürfen ihr Programm zum "Stromspar-ABC" beim Landeswettbewerb vorstellen. Außerdem bekamen sie den mit 100 EURO dotierten "Mainova Zukunftspreis Ressourcenschutz" überreicht.

Fünf Arbeiten wurden in der Kategorie "Schüler experimentieren" ins Rennen geschickt. In der Kategorie Technik konnten die Geschwister Alexander (5G) und Annalena Kamm (7G) die Jury von ihrem Propellerauto mit Gummiantrieb überzeugen. Zunächst bauten sie ein solches Fahrzeug nach einer Bauanleitung um festzustellen, dass diese Konstruktion überhaupt nicht fahrtauglich war. Schließlich konstruierten sie ihr Modell selbst und bauten ein wirklich flottes "Propeller-Mobil". Unter verschiedenen Bedingungen untersuchten sie die Effektivität der Fahrzeugs und erhielten dafür den 1. Preis.

Ebenfalls im Bereich Technik bauten Michael Müller (8R) und Christoph Batzer (8R) eine Wasserentsalzungsanlage Sie führten verschiedene Versuche zur Süßwassergewinnung durch. Ihre Anlage aus Wasserkessel, Kupferrohren und Dampfkühlung war sehr imposant anzusehen. Michael und Christoph konnten sich über den Dr.Sobotha-Wasserpreis freuen.

Sarah Josenhans (9GA) fragte sich, unter welchen Bedingungen sich Planzen vegetativ vermehren. Bei mehreren Planzentypen versuchte sie unter verschiedenen Bedingungen durch Stecklinge Wurzeln zu ziehen. Dabei variierte sie nicht nur die Lichtverhältnisse, sondern auch die Boden- und Wasserbedingungen. Sarah lieferte einen sehr interessanten und originellen Beitrag im Fachgebiet Biologie.

Ebenfalls im Bereich Biologie untersuchte Anne Martin (6G) das Verhalten der Singvögel am Futterhäuschen. Welches Futter wird bevorzugt genommen? Gibt es Unterschiede im Fressverhalten bei den einzelnen Vogelarten? Spielt das Aussehen des Vogelhäuschens eine Rolle? Das waren die Fragen, mit denen sich Anne beschäftigte. Leider hatte der milde Winter diese Forschungsarbeit sehr erschwert, da die Singvögel über weite Strecken des Winters genügend Nahrungsangebote abseits der Futterhäuschen zur Verfügung hatten. Vielleicht kann sie die Untersuchungen im nächsten Winter fortsetzen. Für ihre Ausarbeitung erhielt sie einen Buchpreis.

Im Fachbereich Raumwissenschaften versuchten Janne Soetbeer und Hanna Hetterich (beide 9GA) eine Höhenbestimmung mit Hilfe der Gravitation. Mit einem Fadenpendel bestimmten sie die Erdbeschleunigung und rechneten daraus die Höhe um. In Anlehnung an die barometrische Höhenmessung in Flugzeugen erhofften sich die beiden, ein ähnliches Verfahren anwenden zu können. Immerhin konnten die Schülerinnen die Pendeldauer auf einige tausendstel Sekunden genau bestimmen, eine wirklich tolle Leistung. Sie erkannten bei ihren Experimenten viele Effekte und untersuchten die Einflüsse verschiedener Rahmenbedingungen beim Fadenpendel. Ihre ausführliche und umfassende Arbeit wurde mit einem Jahresabo der Zeitschrift "Bild der Wissenschaft" belohnt.

Zum Schluss der Siegerehrung erhielt Herr Wittmann, Fachbereichsleiter für die Naturwissenschaften an unserer Schule, noch eine Auszeichnung für seine Verdienste als Betreuungslehrer. Sein Fazit nach der diesjährigen Teilnahme war eindeutig: "Es lohnt sich, Schülerinnen und Schüler im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu fördern, es schafft in der Schülerschaft eine unglaubliche Motivation." Diese soll in Zukunft durch die neuen Fachräume noch gesteigert werden. Dann wird es möglich sein, Forschungsprojekte auch längerfristig durchzuführen. Wir freuen uns darauf!

Unseren Teilnehmern beim Landeswettbewerb wünschen wir zwei spannende Präsentationstage bei der Firma Merck in Darmstadt und viel Erfolg!


Freie Christliche Schule Frankfurt am Main

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