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Die Schülerinnen und Schüler der Freien
Christlichen Schule Frankfurt haben beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ 2006
sehr erfolgreich abgeschnitten. Acht Projekte wurden eingereicht und am 14.2.2006 in den Räumen der Mainova,
die sich wieder als Patenfirma und Gastgeber des Wettbewerbs engagierte, präsentiert. Insgesamt gab es
39 Projekte von insgesamt 16 Schulen in den Bereichen Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Technik und
Arbeitswelt. Die Schülerinnen und Schüler der Freien Christlichen Schule Frankfurt konnten ihren
Vorjahreserfolg wiederholen und erhielten drei 1. Preise, drei 2. Preise, einen 3. Preis und einen
Sonderpreis. Darüber hinaus erhielt die Schule einen mit 350€ dotierten Schulpreis für die zahlreichen
Wettbewerbsbeiträge. Besonders freuen wir uns auch darüber, dass die Teilnahme unserer Schülerinnen und
Schüler alle sechs Fachbereiche und damit ein sehr breites Spektrum umfasst.
Jakob Stenzel (12) und Andreas Hoch (12) beteiligten sich mit dem Thema „Was passiert im Komposthaufen?“
im Fachbereich Biologie. Sie beobachtete verschiedene Kompostieranlagen wie zum Beispiel einen
Schnellkomposter, und legten ihr Augenmerk auf verschiedene messbare Faktoren. Sie untersuchten
die Temperaturentwicklung und das Volumen und beobachteten unter Mikroskop und Lupe, welche
Kleinstlebewesen im Kompost zu finden sind. Zur Präsentation brachten sie einen Kompost in
einem sehr dekorativen Glaskasten mit. Für ihre Arbeit wurden sie mit einem 3. Preis im
Wettbewerb „Schüler experimentieren“ belohnt.
Martin Pflugmann (12) untersuchte den Calciumgehalt in Arznei- und Lebensmitteln.
Dabei ist hervorzuheben, dass Martin in der Schule noch gar kein Unterricht im Fach Chemie erhält.
Aber der begeisterte Hobbyjungchemiker war so interessiert, dass er um eine Aufgabenstellung gebeten
hatte. Er wurde für seine Arbeit im Fachbereich Chemie mit einem 2. Preis belohnt.
Benjamin Hetterich (15) und Stefan Zieringer (17) fragten sich, wie bruchfest Holzbalken sind.
Sie konnten bei ihrer Themenwahl noch gar nicht ahnen, wie aktuell am Wettbewerbstag ihr Beitrag sein
würde. Die traurigen Ereignisse des Winters mit Häuser- und Halleneinstürzen waren da noch Zukunft.
Mit einer selbstgebauten Bruchtestmaschine, die durch geschickte Hebelwirkungen hohe Kräfte erzeugen
kann, testen die beiden die Biegbarkeit und Bruchfestigkeit von Holzbalken. Ziel ist ein Computerprogramm,
mit dem statische Belastungen simuliert und damit untersucht werden können. Für ihre umfangreichen
Experimente erhielten sie im Fachbereich Physik der 1. Preis und die Zulassung zum Landeswettbewerb J
ugend forscht.
Yannik Stenzel (13), Christopher Lalk (13) und Michael Betschel (13) stellten sich im Fachgebiet
Arbeitslehre die Frage, ob man nicht mit einer Shuttletechnik beim ICE Zeit und Energie sparen könnte.
Kerngedanke ist, dass der ICE selbst nicht mehr anhält, sondern eine kleine Ein- und Aussteigeeinheit
mitführt, die an den Bahnhöfen an- bzw. abgekoppelt wird. Durch umfangreiche Berechnungen konnten sie
nachweisen, dass das beides möglich ist und dass auf der Strecke München- Frankfurt dadurch über 30
Minuten eingespart werden können. Zu ihrer Präsentation hatten sie eine Modelleisenbahn modifiziert.
Sie wurden mit dem 1. Preis bei Schüler experimentieren belohnt.
Johannes Betschel (15) ging der Frage nach, wie sich die Strahlungsintensität in der Nähe von
Mobilfunkantennen entwickelt. Dazu suchte er sich mit Niedernhausen einen kleinen Taunusort aus. Dies
war wichtig, damit zu viele andere Strahlungsquellen die Messungen überlagern. So konnte er sehr schön
die Entwicklung im Bezug zum Abstand messen und gleichzeitig auch Funklöcher ermitteln. Für seine
umfangreichen Untersuchungen wurde er mit dem 2. Preis im Fachgebiet Physik belohnt.
Fridolin Pflugmann (15) programmierte ein Trainingsunterstützungsprogramm für Hochleistungssportler.
Sein Programm erfasst die Bereiche Trainingssteuerung, Ernährungsüberwachung und Leistungsdiagnostik.
Er erhielt im Fachgebiet Mathematik einen 2. Preis.
Sven Batzer (18) stellte sich die Aufgabe, wie man bei einem alten Schiffsmotor moderne
Sensoren anbringen und somit den Motor zur Erhöhung der Lebensdauer und der Leistungsoptimierung
mit einem Kontrollsystem ausstatten kann. Dazu entwickelte er die komplette Elektronik und die
zugehörigen Programme. Im Fachbereich Technik erhielt er den 1. Preis und die Zulassung zum
Landeswettbewerb Jugend forscht.
Hanna Hetterich (13) und Janne Soetbeer (13) beschäftigte die Frage wie sich der Vitamin
C-Gehalt in Obst und Gemüse durch Lagerung und Lebensmittelzubereitung verändert. In sehr
aufwendigen Versuchsreihen hat das fleißige Forscherduo die Auswirkung von Tiefkühlphasen,
Schimmelbildung, Kochverfahren und vieles mehr auf den Vitamin C-Gehalt untersucht.
Am Wettbewerbstag überzeugten sie zusätzlich mit einer wunderschönen Präsentation.
Sie erhielten einen Sonderpreis im Fachgebiet Chemie. Im vergangenen Herbst konnten
die beiden Jungforscherinnen bereits mit einer Arbeit zur Papierchromatographie im
Landeswettbewerb Chemie den 2. Platz erringen.
Bleibt uns noch der Firma Mainova und Frau Braun-Odenweller für die Gastfreundschaft und den Wettbewerbsleitern Herrn Nitschmann und Frau Dr. Gräf für die gute und motivierende Durchführung des Wettbewerbs zu danken.
Unseren Teilnehmern im Landeswettbewerb „Jugend forscht“ wünschen wir gutes weiterforschen und viel Erfolg. In unserer „Jugend forscht“- AG, die von Herrn Frank Wittmann und Herrn Michael Hetterich geleitet wird, geht es auch schon wieder kräftig weiter. Einige fangen bereits mit ihren Projekten für Jugend forscht 2007 an. In dieser AG können Schülerinnen und Schüler mit natur-wissenschaftlichen Interessen, von kleinen Experimenten bis umfangreiche Forschungsarbeiten ihre Möglichkeiten nutzen und ihre Talente entfalten.
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